Ein Besuch im Kinder- und Jugendhospiz in Cuxhaven

Am 27.04.2026 besuchte der Religionskurs der 9. Realschulklassen das Kinder- und Jugendhospiz in Cuxhaven.
Im Hospiz empfingen uns die zwei Koordinatorinnen Carmen Bicker und Stina Berndt, die alle unsere Fragen sehr ausführlich beantwortet haben. Neben der Führung durch die Räumlichkeiten konnten wir durch die Erzählungen von Stina und Carmen alle Einblicke in die Arbeit bekommen. Ob Snoezle-Raum mit Wasserbett und Lichteffekten, Turnhalle mit allerlei Spiel- und Tobemöglichkeiten oder der wirklich tolle Spielplatz mit verschiedenen Schaukeln und einem Piratenschiff, alles konnte besichtigt und ausprobiert werden.

Die Informationen, die wir über die Arbeit der zum allergrößten Teil ehrenamtlichen Helfer bekommen haben, war spannend und aufschlussreich.
Das Hospiz finanziert sich zu 80 Prozent aus Spenden, wobei das Konzept, wie es in Cuxhaven gelebt wird, einmalig in Deutschland ist. Für alle Interessierten: Am 3.5.26 findet der Cuxhavener Stadtmarathon statt, dort kann man, ob groß oder klein, für das Kinder- und Jugendhospiz laufen.
Neben den wöchentlichen Betreuungszeiten gibt es Ferienangebote, damit vor allem die Familien der betreuten Kinder eine Entlastung erleben.
Alles nach dem Motto, das Hospiz ist ein Ort des Lebens, nicht der Trauer. Hier können Kinder und Jugendliche mit schweren Erkrankungen, Gendefekten und jeglichen Beeinträchtigungen Kinder und Jugendliche sein. Sie werden gesehen, können am gesellschaftlichen Leben teilhaben und ihre oftmals verkürzte Lebenszeit mit liebevollen und engagierten Menschen verbringen.
Besonders interessant ist auch der Wunschzaun. In kleinen Vogelhäuschen sind Wünsche des Hospizes auf Papierröllchen hinterlegt, die gerne als Spende genommen werden. So benötigen die Mitarbeiter des Hospizes für das Kinderfest im Sommer dringend einen neuen Grill. Beim Kinderfest wird zudem das 25-jährige Bestehen des Hospizes gefeiert. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Jede Spende ist willkommen und notwendig, um die großartige und wichtige Arbeit umzusetzen.
Und für alle, die nach der Schule noch nicht wissen, wohin die Reise gehen soll: Wie wäre es nach der allgemeinen Schulpflicht mit einem FSJ im Hospiz?
Und wenn doch die Trauer einzieht, weil ein Kind stirbt, so wird es nicht vergessen. An der Schmetterlingswand bekommt jedes verstorbene Kind, jede/r Jugendliche, jedes Sternenkind einen getöpferten bunten Schmetterling mit Namen und Geburtstag. So wird das bunte Leben im Hospiz bereits im Eingangsbereich symbolisch von vielen Schmetterlingen, die an Verstorbene erinnern, getragen.

Wir sagen DANKE an Stina und Carmen für die wertvollen Stunden in eurem Haus.
Bleibt weiterhin mit so viel Herzblut dabei, damit auch in den kommenden Jahren so viele Kinder und Jugendliche und deren Familie von eurer Arbeit profitieren.
Sabrina Wenthe
